
Also, das mit dem an-der-Leine-laufen – kein Problem. Haben wir ziemlich schnell geschnallt. Aber dieses brummende, wackelnde Ding namens Wohnmobil? Puh. Eine ganz andere Nummer. Unsere Menschen fanden die Idee super: Reisen, aber bitte mit Katzentoilette, Fressnäpfen, Spielzeug, Rückzugsorten – kurzum, allem, was wir brauchen. Klingt ja nett. Wenn es nicht fahren würde.

Zum Glück haben sie es langsam angehen lassen. Erst durften wir einfach nur rein – ohne Bewegung. Wir haben geschnüffelt, geklettert, gekratzt (nur ein bisschen!) und das ganze Ding gründlich untersucht. Sogar über Nacht durften wir drin schlafen, ohne dass es losfuhr. Sehr verdächtig, aber bequem.
Dann kam der Tag, an dem das Brummen anfing. Einfach so – Motor an, ohne Bewegung. Wir haben protestiert, natürlich. Wer mag schon plötzliches Vibrieren unter den Pfoten? Danach ging’s los mit Mini-Touren. Zehn Minuten. Fünfzehn. Nichts, was eine anständige Katze nicht mit lautem Miauen kommentieren könnte. Unser Mensch wirkte ein bisschen gestresst – aber hey, wir auch.
Es folgten tägliche Fahrten, Leckerlies (die gute Sorte!), Streicheleinheiten und Spaziergänge zur Belohnung. Und siehe da – irgendwann dachten wir nicht mehr sofort ans Weltende, wenn der Motor startete. Fortschritt!

Ach ja – der Transportkorb. Lass uns gar nicht erst darüber reden. Folterkiste! Wir haben alles gegeben, um da rauszukommen. Dann die Sache mit den Sicherheitsgurten. Ähm … Nein. Danke. Am besten war’s, als wir uns einfach frei bewegen durften. So fanden wir unsere Plätze: der Beifahrersitz mit Kuscheldecke, Frauchens Schoß, und schließlich – Jackpot! – die Ablage über der Fahrerkabine. Weich, erhöht, mit Aussicht. Unser Thron.
Okay, zugegeben: Das Fahrgefühl ist immer noch seltsam. Aber das Leben im rollenden Zuhause? Gar nicht so übel. Wenn wir mal Hunger haben oder aufs Klo müssen – einfach laut mauzen. Die Zweibeiner kapieren’s schon.





