
Katzenmama hatte tatsächlich nicht zu viel versprochen: Unsere nächste Reise stand an. Allerdings diesmal offiziell als Geschäftsreise. Offenbar sind wir jetzt wichtige Reisebegleitkatzen.
Katzenmama bietet nämlich neuerdings geführte Gruppenreisen an bei unterwegs-entdecken.reisen. Dieses Mal ging es mit einer Frauen-Gruppe in die Vulkaneifel und an die Mosel. Und weil wir ebenfalls zwei Damen sind, durften wir selbstverständlich mitkommen. Gleichberechtigung muss schließlich sein.
Schon einen Tag vor dem eigentlichen Reisebeginn starteten wir gemütlich in Richtung Eifel. Der Stellplatz für die Zwischenübernachtung war wegen des Maifeiertags hoffnungslos voll. Also verzichteten wir großzügig auf einen Spaziergang und beobachteten stattdessen aus dem Wohnmobilfenster andere Camper bei komplizierten Einparkmanövern. Kostenloses Abendprogramm.
Am nächsten Morgen musste Katzenmama an einer Tankstelle noch Milch für ihren Kaffee kaufen. Katzenpapa hatte die nämlich vergessen einzupacken. Zusammen mit diversen anderen Dingen. Wir vermuten ja bis heute, dass das Absicht war, weil er zuhause bleiben musste.

Bevor die eigentliche Gruppenreise begann, machten wir noch Halt am Weinfelder Maar, das auch „Totenmaar“ genannt wird. Sehr mystischer Name für einen Ort mit so vielen spannenden Gerüchen. Wir durften dort ein wenig spazieren gehen und die Vulkanlandschaft inspizieren. Doch plötzlich sah der Himmel ziemlich nass aus, also ging es weiter zum Campingplatz am Pulvermaar – dem offiziellen Startpunkt der Reise.

Dort stellten wir schnell fest, dass außer den Frauen noch eine weitere Teilnehmerin dabei war: eine Hundedame. Selbstverständlich beobachteten wir sie zunächst mit strengem Sicherheitsabstand und Argusaugen. Man weiß ja nie. Doch überraschenderweise stellte sich heraus: Der Hund war gar nicht gefährlich. Später liefen wir sogar ganz entspannt in wenigen Metern Abstand an ihr vorbei, als hätte es nie Diskussionen über Hunde gegeben. Persönliches Wachstum nennt man das wohl.
Am Pulvermaar erkundeten die Menschen tagsüber die Vulkanlandschaft mit ihren Maaren, der Lavabombe und allerlei geschichtlichen Dingen. Wir konzentrierten uns währenddessen auf die wirklich wichtigen Aufgaben eines Campingurlaubs: Mäusekontrolle.
Und wir waren äußerst erfolgreich.

Sowohl ich, Aria, als auch Roxi fingen hinter dem Wohnmobil in der Hecke jeweils eine Maus. Katzenmama reagierte allerdings völlig übertrieben, als wir die Beute fachgerecht INS Wohnmobil bringen wollten. Gerade noch rechtzeitig verhinderte sie die lebendige Übergabe unserer Geschenke. Menschen verstehen echte Gastfreundschaft einfach nicht.
Später ging die Reise weiter zum Lamarama-Campingplatz. Dort gab es nicht nur Pferde, Lamas und einen Hahn mit massivem Mitteilungsbedürfnis am frühen Morgen — dort wurde Roxi endgültig zur professionellen Mäusefängerin. Trotz Nieselregen durfte sogar frei mit Tracker gelaufen werden. Plötzlich war das Wetter dann erstaunlicherweise gar nicht mehr schlimm. Freiheit motiviert eben.
Die Menschen besichtigten währenddessen Burgen, Hängebrücken, Senfmühlen und Keramikläden. Besonders bei letzterem schien eine gewisse Jagdleidenschaft vorhanden zu sein, allerdings eher auf Geldbörsen als auf Mäuse.
Zum Abschluss ging es an die Mosel. Dort war wegen der vielen Menschen wieder Leine angesagt, aber das störte uns nur mäßig. Schließlich warteten völlig neue Gerüche auf uns: Wasser, Weinberge, Grillduft und jede Menge spannende Ufergerüche. Wir inspizierten alles gründlich und ließen die Reise gemütlich ausklingen.
Fazit dieser Geschäftsreise:
- Zwei Katzen
- Eine harmlose Hundedame
- Mehrere Mäuse
- Sehr viele Gerüche
- Und Menschen, die offenbar großen Spaß daran haben, Burgen anzuschauen und Senf zu kaufen.
Wir würden sagen: voller Erfolg.










































