erzählt von Aria & Roxi 🐾

Habt ihr eigentlich schon gehört, wie wir zu unseren Menschen gefunden haben? Nein? Dann macht es euch bequem, wir erzählen es euch.
Unsere Menschen lebten früher auch mal in Italien und hatten dort schwarze Straßenkatzen im Hof, die einfach… naja, da waren. Vermutlich eine Katzenmama mit ihren Kindern. Die beiden Zweibeiner fütterten sie, redeten mit ihnen und verliebten sich ein kleines bisschen in das tägliche Katzenchaos. Und dann – zack! – waren sie wieder zurück in Deutschland. Und da fehlte plötzlich etwas. Oder besser: jemand.
Und jetzt kommt unser großer Auftritt.
Katzenpapa war zu dem Zeitpunkt schon beruflich in Estland, aber Katzenmama – damals noch eine völlig Fremde für uns – tauchte eines Tages bei uns zu Hause auf. Ich, Aria, die Mutige (und natürlich die Schönste), hab mich sofort vor sie hingesetzt und sie genau gemustert. Ich meine, man muss ja wissen, mit wem man es zu tun hat!
Meine Schwester Roxi dagegen erschrak und suchte das Weite. Tja… und deswegen war ich die Erste, die sie in diesen mysteriösen Transportkorb verfrachteten. Sehr zu meiner Überraschung, wohlgemerkt. Roxi musste erst eingefangen werden.
Unsere Mama – also die richtige – saß traurig daneben und schaute uns nach. Sie wünschte uns leise alles Gute. Das haben wir gespürt, auch wenn wir viel zu aufgeregt waren, um ordentlich Abschied zu nehmen.
Dann ging alles ganz schnell: Auto. Geräusche. Vibrationen. Fremde Gerüche.
Wir miauten aus Angst, denn plötzlich waren wir ganz allein mit dieser fremden Frau in einem brummenden Monster auf Rädern.
Ich gebe zu: Ich, Aria, habe ordentlich randaliert. Vielleicht bringt sie uns ja zurück, dachte ich! Zwei Stunden lang war ich beleidigt, wütend und entschlossen, diesen Korb zu zerlegen. Katzenmama – die neue – redete ruhig auf uns ein, aber hey… wir waren jung und plötzliche alleine. Da darf man Angst haben.

Schließlich kamen wir in unserem neuen Zuhause an. Es war spät und dunkel, aber Katzenmama stellte uns behutsam im Wohnzimmer ab und öffnete die Tür. Dann setzte sie sich in etwas Abstand hin und wartete.
Ich war neugierig. Und ich roch… keine Gefahr. Also kroch ich aus dem Korb und sah mich um. Neue Welt, neue Gerüche, neue Chancen! Roxi blieb erst ängstlich im Hintergrund, aber als sie sah, dass mir nichts passierte, kam sie nach. Zusammen erkundeten wir das Wohnzimmer – nur ein kleines bisschen, wir waren schließlich müde.
Später schliefen wir alle drei auf der Couch. Katzenmama am einen Ende, wir am anderen – man weiß ja nie.
Am nächsten Tag wagten wir uns weiter vor und lernten das Erdgeschoss kennen. Unsere neue Toilette fanden wir auch. Sie sah zwar anders aus – ein Hop-In! Von oben reinklettern! – aber wir meisterten diese Herausforderung wie die kleinen Champions, die wir sind.
Katzenmama gab uns zu fressen, spielte mit uns und zeigte uns all die Spielsachen, die sie vorbereitet hatte. Gar nicht so übel hier. Aber wir blieben vorsichtig und immer nah beieinander. Wenn eine mal außer Sicht war, rief die andere sofort – und wir fanden uns schnell wieder. Teamwork eben.
Später bekamen wir noch einen Kletterturm, Intelligenzspielzeug und sooo viel mehr aufregende Dinge.
Aber seht selbst im Video, wie unsere erste Woche war…
Es war der Anfang unseres neuen Lebens – und wir hätten es nicht besser wählen können. ❤️































