Der Winter hat endgültig Einzug gehalten. Wir wissen das nicht an Kalendern oder Temperaturen – wir Katzen erkennen das an ganz anderen Dingen. Zum Beispiel daran, dass die Heizkörper plötzlich dauerhaft warm sind und überall diese wunderbaren, weichen Stofflandschaften auftauchen, die die Menschen „Kuscheldecken“ nennen. Für uns sind es strategisch platzierte Liegeflächen.
Bei uns im Fenster hängen zwei leuchtende Weihnachtssterne. Sie erzeugen genau dieses gemütliche Licht, in dem unser Fell besonders schön glänzt. Wir sitzen dann gern am Fenster, beobachten die Vögel, die am Vogelhäuschen Körner picken, schauen hinaus in die graue Winterwelt und denken uns: draußen nass und kalt, drinnen perfekt.
Advent bedeutet für uns vor allem eines: Ruhe. Die Menschen werden langsamer, bleiben länger sitzen und genießen heißen Tee oder Glühwein. Das Haus atmet leiser.
Wenn es draußen dunkel wird und die Sterne im Fenster leuchten, rollen wir uns zusammen. Nase im Fell, Pfoten ordentlich verstaut. Manchmal liegen wir nebeneinander, manchmal ganz nah oder fast aufeinander – aber das gehört zur Adventszeit dazu. Nähe wird im Winter schließlich nicht nur gewünscht, sondern gebraucht.
Wir hören die Geräusche des Hauses: leises Klirren aus der Küche, gedämpfte Stimmen. Alles ist langsamer, weicher, wärmer. Advent und Winter ergeben Kuschelzeit. Das ist keine Formel, das ist ein Naturgesetz.
Und während die Menschen glauben, sie hätten das alles für sich dekoriert, wissen wir es besser: Der Winter wurde erfunden, damit Katzen es warm, gemütlich und besonders schön haben. Wir genießen das. Ausgiebig.
Wir wünschen Euch einen kuscheligen 3. Advent.
Mit warmen Pfoten, leisen Schnurrgeräuschen und genug Zeit zum Zusammenrücken.
Eure Aria & Roxi





