Wenn Katzenmamas Krallen zu lang sind, stört mich das. Also versuche ich, Aria, mit den Zähnen daran zu ziehen, um sie zu kürzen. Ich will ja nur helfen! Manchmal kaue ich auch ein bisschen daran, aber dann zieht sie ihre Hand weg. Warum? Ich will doch nur, dass sie wieder sanft über mein Fell streichelt, ohne Krallen. Und dann malt sie ihre Krallen auch noch an – komisch, oder? Ich verstehe meine Katzenmama nicht immer, aber ich pass trotzdem gut auf sie auf. ![]()
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Da wir gerade beim Thema Krallen sind, möchte ich Euch einen kleinen Einblick in mein Krallen-Geheimnis geben:
Meine Krallen sind Hightech-Werkzeuge
Meine Krallen bestehen aus Keratin – dem gleichen Material wie deine Fingernägel. Aber anders als deine Nägel sind meine mehrschichtig aufgebaut. Sie wachsen kontinuierlich aus einer Keimzone nach und sind mit meinem letzten Zehenglied verbunden.
Ich kann sie einziehen (ja, das ist Absicht), damit sie scharf bleiben, wenn ich sie brauche – zum Klettern, Festhalten oder für elegante Sprints durch die Wohnung.
Warum ich kratze (nein, nicht aus Trotz)
Wenn ich am Kratzbaum arbeite, mache ich Folgendes:
1. Alte Hornschichten entfernen
Meine Krallen wachsen in Schichten. Beim Kratzen löst sich die äußere, abgestorbene Hülle. Darum findest du manchmal diese gebogenen, durchsichtigen „Schalen“.
👉 Das ist ein Zeichen gesunder Krallenpflege – kein Grund zur Sorge.
2. Schärfe optimieren
Durch das Abstreifen kommt die neue, scharfe Schicht zum Vorschein. Funktion vor Ästhetik.
3. Revier markieren
In meinen Pfoten sitzen Duftdrüsen. Wenn ich kratze, hinterlasse ich nicht nur sichtbare Spuren, sondern auch Duftsignale. Das ist soziale Kommunikation auf Katzenniveau.
4. Dehnen und Muskeln aktivieren
Kratzen ist für mich wie Yoga. Besonders nach dem Schlafen.
Warum ich an meinen Krallen knabbere
Manchmal siehst du mich konzentriert an meinen Pfoten arbeiten. Ich benutze meine Schneidezähne, um:
- lose Hornreste zu entfernen
- feine Unebenheiten zu glätten
- Fremdmaterial zu lösen
Das ist normale Körperpflege. Erst wenn ich dabei ständig lecke, lahme oder meine Pfote gerötet ist, wäre ein Tierarztbesuch sinnvoll.
Ein kleiner Servicehinweis von mir
- Meine Vorderkrallen nutzen sich stärker ab als die hinteren.
- Meine „Daumenkralle“ (Afterkralle) berührt oft nicht den Boden – die wächst besonders gern.
- Ohne geeignete Kratzmöglichkeiten suche ich mir Alternativen. Du weißt schon … Sofa, Teppich, Türrahmen.
Mein Fazit
Wenn du Krallenschalen findest oder mich kratzen hörst, bedeutet das:
✔ Meine Krallen wachsen gesund
✔ Ich pflege mich artgerecht
✔ Ich fühle mich sicher genug, mein Revier zu markieren
Also keine Sorge – ich mache nur das, wofür meine Anatomie gemacht ist.
Und jetzt entschuldige mich bitte. Der Kratzbaum ruft. 🐾





